Kliniken Oberallgäu gGmbH
Kliniken Oberallgäu gGmbH
Kliniken Oberallgäu gGmbH
 
 
   
Studentenausbildung

Ansprechpartner für PJ Studenten
PJ-Beauftragter:
Dr. Martin Fiedermutz
Im Stillen 2
87509 Immenstadt

martin.fiedermutz@kliniken-oa.de
  Stellvertreter:
Prof. Dr. Jan Torzewski
Im Stillen 2
87509 Immenstadt

jan.torzewski@kliniken-oa.de


Aktuelles:

22.04.2010
Bei der Präsentation unserer Kliniken vor dem Hörsaal der Universität Ulm wurden unter den PJ Studenten für die kommende Wintersaison vier Saisonkarten für die Oberstdorfer Bergbahnen verlost.

Die Gewinner sind:

Kathrin Popp
Kim Haegele
Madleine Stuber
Nina Baur

Herzlichen Glückwunsch !

22.02.2010
Es geht los! Die erste PJ-Studentin beginnt in der Orthopädie in der Klinik Oberstdorf

25.11.2009
Feierliche Eröffnungsveranstaltung anläßlich der Ernennung der Kliniken Oberallgäu zum akademischen Lehrkrankenhaus

19.10.2009 16:00 Uhr
Treffen der Arbeitsgruppe "PJ Ausbildung", Klinik Immenstadt, Refektorium

15.10.2009 13:00 Uhr
Vorstellung der akademischen Lehrkrankenhäuser an der Universität Ulm

Aus- und Fortbildung

Die Ausbildung der Medizinstudenten im Praktischen Jahr konzentriert sich auf die Fächer:

Die Ausbildungsinhalte lehnen sich eng an die in den PJ-Logbüchern (für den Aufruf des Links ist der Uni-Login erforderlich) der Universität Ulm vorgegebenen Lernziele an. Die Studenten werden vollständig in die Abläufe der Fachabteilungen integriert und lernen, eigenverantwortlich Patienten zu untersuchen und zu behandeln.
Jeder PJ-Student bekommt einen erfahrenen Tutor zugeteilt, der mit ihm zusammen die Ausbildung plant und sicherstellt, dass die Ausbildungsziele erreicht werden.

Neben der Ausbildung in der Abteilung haben die Studenten die Gelegenheit, im Rahmen von Hospitationen auch andere Bereiche der Medizin kennenzulernen.
So besteht die Möglichkeit der Teilnahme am Notarztdienst auf dem an der Klinik stationierten Notarzteinsatzfahrzeug oder auf einem benachbarten Notarzthubschrauber.

Weitere Hospitationen können in der Radiologie (CT; MRT), der Dialyse, dem hochmodernen Großlabor oder in anderen Fachabteilungen der Klinik erfolgen.

Neben der praktischen Tätigkeit am Patienten finden wöchentliche Veranstaltungen zur Vermittlung und Vertiefung theoretischer Inhalte statt. Hierbei werden auch gesundheitswirtschaftliche Inhalte vermittelt, die für die spätere Tätigkeit als Arzt unerlässlich sind (Finanzierung des Gesundheitswesens, Rechtliche Aspekte, Organisation von Funktionseinheiten, Personalwesen…)

Die Arbeitszeit der Studierenden im Praktischen Jahr orientiert sich an den ärztlichen Arbeitszeiten der Abteilungen nach geltendem Arbeitszeitgesetz. Sie können auch freiwillig an Wochenend-, Nacht- und Feiertagsdiensten teilnehmen und erhalten hierfür entsprechenden Freizeitausgleich.

Da die PJ-Studenten vollständig in die Patientenversorgung eingebunden sind, erhalten sie eine monatliche Vergütung von 350,- €. Weiterhin bestehen kostenlose Wohn- und Parkmöglichkeiten sowie freie Mittagsverpflegung. Es stehen eine neu renovierte 4-Zimmer WG mit großer Wohnküche und Terrasse neben der Klinik Immenstadt (s. Grundriss) sowie Apartments in der Klinik Oberstdorf zur Verfügung.

Für das Selbststudium ist eine Bibliothek mit einschlägigen Fachzeitschriften, Internetzugang und einer Online-Anbindung an die E-Bibliothek der Universität Ulm eingerichtet.

Da neben der Ausbildung auch noch Zeit bleiben soll, die Sport- und Freizeitmöglichkeiten der Ferienregion Oberallgäu zu erkunden, erhalten die Studenten kostenlos die „Allgäu-Walser-Card“, mit der zahlreiche Bonuspreise und Vergünstigungen bei 119 Freizeitpartnern im Allgäu und Kleinwalsertal (Skilifte, Bergbahnen, Bäder, Outdoor-Angebote…) zu erhalten sind.

Ausbildungspläne

1. Innere Medizin

1.1. Beschreibung:

Die internistischen Abteilungen der Kliniken Oberallgäu versorgen die Bevölkerung des südlichen Oberallgäus an den Standorten Immenstadt, Oberstdorf und Sonthofen.
Neben der allgemeinen internistischen Grundversorgung an allen Standorten haben sich die Abteilungen in bestimmten Gebieten der inneren Medizin spezialisiert:

1.1.1 Standort Immenstadt:

Als Schwerpunktkrankenhaus der Region verfügen die Abteilungen an der Klinik Immenstadt (60 Betten) über sämtliche invasivdiagnostischen und- therapeutischen Verfahren der jeweiligen Fachgebietes einschließlich ERCP, Endosonographie und Koronarangiographie, PTCA, periphere Angiographie und PTA in einem der modernsten Katheterlabore im südwestdeutschen Raum.

Des weiteren ist in Immenstadt die zentrale Notaufnahme für das südliche Oberallgäu und das Kleinwalsertal angesiedelt sowie eine Intensivstation mit 8 Beatmungsplätzen, 6 Intermediate Care Betten und einem Aufwachbereich mit weiteren 6 Betten, die über sämtliche intensivmedizinischen Diagnose und Therapieverfahren einschließlich Hämofiltration, Dialyse und intraaortale Gegenpulsation verfügt.

1.1.2 Standort Oberstdorf:

Am Standort Oberstdorf ermöglich die Abteilung für Innere Medizin dem PJ-Studenten eine Teilnahme an der Betreuung von ca. 25 Internistischen Patienten mit allgemeininternistischer, gastroenterologischer und nicht-invasiver kardiologischer Schwerpunktsetzung. Die sehr stark touristisch geprägte Versorgung von Notfallpatienten gewährleistet einen sehr hohen Patientendurchsatz mit kurzen Verweilzeiten.

Aufgrund einer hohen Anzahl von ambulanten und prästationären Untersuchungen ergeben sich viele Funktionsuntersuchungen im Bereich der Endoskopie (ÖGD, Ileokoloskopie, Bronchoskopie), Sonographie (Abdominalsonographie, Gefäßduplex, Echokardiographie und TEE) und der kardiologischen Diagnostik (EKG, LZ-EKG, Ergometrie, Spriometrie, Spiroergometrie und Schrittmacherkontrollen).
Das weitere fachliche Interesse der Abteilung gilt der Diabetologie, Präventivmedizin und Sport- und Höhenmedizin.

1.1.3 Standort Sonthofen:

Am Standort Sonthofen behandelt die Innere Abteilung mit 45 Betten ca. 2200 stationäre Patienten pro Jahr. Sie verfügt über eine Überwachungsstation (intermediate Care) mit 5 Betten einschließlich Beatmungsmöglichkeit. Die Patienten haben Erkrankungen aus allen Schwerpunkten der Inneren Medizin. Die häufigsten Diagnosen sind Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes., cerebrovaskuläre Störungen. Innerhalb des Klinikverbundes werden in Sonthofen Patienten mit Schlaganfällen schwerpunktmäßig konzentriert. Es besteht eine Notfallambulanz und eine Überweisungssprechstunde.
In großer Zahl werden Sonografien (Abdomen, Thorax, Schilddrüse, zentrale und periphere Gefäße einschließlich Punktionen), Endoskopien (Ileokoloskopie, Proktoskopie, Gastroduodenoskopie, flexible Bronchoskopie), konventionelle Röntgenuntersuchungen und Funktionsuntersuchungen (Ergometrie, Spirometrie, Langzeit-EKG und -Blutdruck) durchgeführt.
Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung praktischer Erfahrung im Umgang mit allgemeininternistischen, auch polymorbiden Patienten, Erarbeitung von Therapieplänen, Teilnahme an der Diagnostik, an Visiten und auch Betreuung von „eigenen“ Patienten. Technische Untersuchungen werden unter Anleitung selbst durchgeführt und im Übrigen begleitet.

1.2 Praktisches Jahr:
1.2.1 Ausbildungsziele

Es sollen Erfahrungen in der Diagnostik und Behandlung eines möglichst breiten Spektrums internistischer Erkrankungen gesammelt werden.

1.2.2 Praktische Tätigkeit

Die 16 Wochen Praktisches Jahr „Innere Medizin“ in den Kliniken Oberallgäu teilen sich wie folgt auf:
4 Wochen werden in der Abteilung für allgemeine-Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie, 4 Wochen in der Abteilung für Kardiologie und Angiologie, 2 Wochen in der Zentralen Notaufnahme der Kliniken Oberallgäu, und 2 Wochen auf der interdisziplinären Intensivstation der Klinik Immenstadt absolviert. Weitere 4 Wochen werden wahlweise in der Inneren Abteilung der Klinik Sonthofen oder Oberstdorf absolviert.

PJ-Studenten nehmen am klinischen Alltag teil und führen unter Betreuung der Stations- und Oberärzte Patientenaufnahmen mit Erhebung der Anamnese sowie des körperlichen und psychopathologischen Befundes, Therapieplanung und Verlaufsdokumentation durch. Es ist explizit vorgesehen, dass die PJ Studenten in diesem Rahmen die Betreuung eigener Patienten auf Station übernehmen. Hier wird von den Betreuern darauf geachtet, dass praktische Erfahrungen in der Diagnostik und Behandlung der wichtigsten Krankheitsbilder des Faches gesammelt werden können.


Darüber hinaus gewinnen sie Einblick in die wesentlichen Grundbegriffe der apparativen Diagnostik (EKG, Sonographie von Abdomen, Herz, extrakraniellen Hirngefäßen, Schilddrüse, Endoskopie, Pleura-, Aszites-, und Schilddrüsenpunktion, Labor, Verschlussdruckmessungen, Venendiagnostik, Kapillarmikroskopie) des Fachgebietes, die weitgehend von den Stationsärzten unter Supervision der Ober- und Chefärzte selbst durchgeführt werden.
Explizit ist vorgesehen, dass die PJ Studenten als Assistenz praktische Einblicke in die endoskopischen Verfahren (Gastroskopie, Koloskopie, ERCP), die invasive Koronardiagnostik und Therapie, Rechtsherzkatheter, Schrittmacher- und ICD Implantationen als auch die invasive Diagnostik und Therapie peripherer arterieller Verschlusserkrankungen gewinnen.

In der zentralen Notaufnahme erhält der PJ Student die Möglichkeit eine große Anzahl verschiedenster Krankheitsbilder im Erstkontakt kennen- und diagnostizieren zu lernen. Hier wird vor allem die Fähigkeit eingeübt, ausgehend von Leitsymptomen und Differenzialdiagnosen zur Diagnosefindung und Therapieeinleitung zu gelangen.
Im Rahmen der intensivmedizinischen Rotation sollen die Studenten mit Grundlagen der internistischen Intensivmedizin einschließlich Beatmungstherapie, hämodynamisches Monitoring, EKG Monitoring, Ernährungskonzepte, Dialyse, Kreislaufunterstützung sowie die intensivmedizinische Therapie internistischer Erkrankungen vertraut werden.

1.2.3 Theoretischer Unterricht
  Wochentag Uhrzeit
Morgendliche Übergabe und Fallbesprechung allgemeine Innere und Gastroenterologie/Kardiologie und Angiologie gemeinsam tgl. 7.45 - 8:00 Uhr
Lehrvisite (Chefarzt, Oberarzt) Variabel, 1x wöchentlich 8.30 - 10.00 Uhr
Regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen der Inneren Abteilung (zertifiziert durch die Landesärztekammer) Freitag 14.45 – 15.30 Uhr
Röntgenvisite allgemeine innere Abteilung tgl. 14.30 - 15.00 Uhr
Kardiologisch/Angiologische Röntgenvisite und Fallbesprechung Mittwoch 14:00 - 15:00 Uhr
Interdisziplinäre Angiologisch/Gefäßchirurgisch/Neurologische Konferenz Dienstag 14:00 - 15:00 Uhr
Klinikweites PJ Studentenseminar Montags + Donnerstags 16:15 - 17:00 Uhr

Im Bereich der Lehre ist die Abteilung in die Ausbildung im Fach Innere Medizin integriert und bietet Anleitung zur körperlichen Untersuchung, Lehrvisiten, Demonstration und Anleitung zu apparativen Untersuchungen unter Supervision an, welche Einblicke in alle Bereiche der inneren Medizin gewährt. Das Praktikum gliedert sich in Anleitungen, selbständige Maßnahmen, Visiten, Gruppenunterricht am Krankenbett sowie Kolloquien. Die einzelnen Zeiten für den Theoretischen Unterricht sind oben tabellarisch festgehalten. Für den Standort Sonthofen wird theoretischer Unterricht darüber hinaus in der tägliche Frühvisite um 7 Uhr 15 mit Vorstellung der Neuaufnahmen, in den facharztbegleiteten täglichen Visiten, der gemeinsamen Röntgenbefundung und der Besprechung der Tageszugänge um 15 Uhr 45 sowie der hausinternen Ärztefortbildung an jedem 2. Donnerstag um 11 Uhr 45 angeboten. Die Teilnahme an der Freitagsfortbildung in Immenstadt wird ermöglicht.

2. Chirurgie

2.1 Allgemein- Viszeral und Gefäßchirurgie
2.1.1 Beschreibung:

Durchgeführt werden Operationen bei:

  • fast allen gut- und bösartigen Erkrankungen des Bauchraumes
  • der Behandlung von Bauchwandbrüchen Leistenhernien (konventionell und endoskopisch), Nabelhernien, Narbenhernien
  • allen gut- und bösartigen Erkrankungen des Weichteilgewebes
  • Schilddrüsen –und Nebenschilddrüsenerkrankungen
  • arteriellen Gefäßerkrankungen (pAVK):
    kombinierte Gefäßeingiffe mit Stent und Ballondilatation, Bypass-Anlage, Carotisrekonstruktionen
  • venösen Gefäßerkrankungen
    konventionelle und minimal-invasive Behandlung der primären Varikosis
  • Gefäßzugängen
  • Dialyseshunt, Port-Katheter zur Chemotherapie
  • der Behandlung von Ulkus cruris, diabetisches Fußsyndrom und anderen Problemwunden.

OP Zahlen:

  • 150 Cholezystektomien
    (90 % laparoskopisch beendet, Konversion 5%, primär offen 5%)
  • 150 Operationen bei Bauchwandbrüchen
    (65% Leiste, 16% Nabel, 7% Narben, 12% Sonstiges)
  • 150 Gefäßeingriffe
    (30 % arteriell: Bypass, Carotis, TEA, Shunt, …)
    (70 % venös: Varizen, Dialysekatheter, Port, …)
  • 150 Eingriffe im Bereich der septischen Chirurgie
    (Abszesse, Amputationen, Vakuumversiegelungen, …)
  • 60 Colon und Rektumeingriffe
  • 60 Appendektomien
  • 25 Schilddrüsenoperationen
2.1.2 Praktisches Jahr:
2.1.2.1 Ausbildungsziele

Der/die PJ-Student/in soll am Ende des Tertials in der Lage sein, eigenverantwortlich die häufigsten Krankheitsbilder und Differentialdiagnosen zu erkennen und die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Schritte einzuleiten.

„Warum Chirurgie Tertial im Haus der Regelversorgung?“

  • Umfassender Überblick über die häufigsten chirurgischen Krankheitsbilder, sowohl als Vorbereitung einer chirurgischen Laufbahn als auch als Einblick für werdende Allgemeinärzte und für alle anderen Fachrichtungen.
  • Kleines, kompetentes Betreuungsteam.
Der/die PJ Student/in lernt die grundlegenden Stationsabläufe zu beherrschen. Seine/ihre Tätigkeiten umfassen die Erhebung der Anamnese, die körperliche Untersuchung mit Vorstellung und Kontrolle der Ergebnisse innerhalb der Abteilung, ggf. auch Möglichkeit zur externen Präsentation von Patienten z.B. im Tumorboard.
2.1.2.2 Praktische Tätigkeit

Exemplarischer Tagesablauf eines PJ-Studenten

  • Morgenbesprechung
  • Intensivviste
  • Stationsvisite
  • Stationsversorgung
  • Teilnahme am OP-Programm / Teilnahme in der Sprechstunde
  • Aufnahme elektiver Patienten
  • Vorbereitung Entlassung
  • Nachmittagsvisite
  • Durchführung von Verbandswechseln und Blutentnahmen und das Legen von Venenverweilkanülen nach entsprechender Einarbeitung und Anleitung.
  • Anleitung beim Stellen der Indikation zur Bluttransfusion, Anfertigen und Ablesen des Bedside-Testes unter Aufsicht.
  • Er/sie soll in der Lage sein, die Indikationsstellung zur OP nachzuvollziehen, den Patienten für die Operation vorzubereiten (Abführmaßnahmen, OP-Aufklärung) und prä- wie postoperativ ein geeignetes Infusionsschema zu erstellen bzw. das vom Operateur angeordnete Infusionsschema in Anpassung an die jeweilige Situation des Patienten zu modifizieren.
  • Mitnahme bei OP-Aufklärungen bei Standard-OP´s, die der/die PJ-Student dann auch im OP sehen sollte und über deren allgemeine und spezielle Komplikationen er/sie informiert wird. Perioperatives Teaching beginnend beim Verhalten im OP über die chirurgische Händedesinfektion bis zum Erlernen von Knüpf- und Nahttechniken die unter Aufsicht auch angewendet werden können (Subcutannaht, Hautverschluss)
  • Der/die PJ-Student/in lernt die gebräuchlichsten Medikamente mit ihren Indikationen, Wirkungen und Nebenwirkungen kennen. Des Weiteren wird er/sie sich mit der Basis-Schmerzmedikation und Thromboseprophylaxe vertraut gemacht und erlangt Kenntnisse der Indikationen der gängigen Röntgendiagnostik.
  • Eine lückenlose Dokumentation und die Erfassung der Schmerzskala gehören wie die Erstellung des Entlassbriefes und das Ausfüllen von Tumornachsorgekalendern und anderen Formularen zu möglichen, unter Anleitung zu erbringenden, Aufgaben.
  • Die Stationsvisiten erfolgen gemeinsam, täglich werden die Patienten im Team durchgesprochen.
  • Der/die PJ-Student/in wirkt meist als 2. Assistent, gegebenenfalls in Ausnahmefällen auch als 1. Assistent an den Operationen mit. Weiterhin wird er/sie in die Lagerung und das sterile Abwaschen des Patienten einbezogen.
  • Der/die PJ-Student/in begleitet nach Möglichkeit die Ärzte bei Konsilen und wird an Untersuchungen wie Rektoskopien, Gefäßdoppler oder Therapiemaßnahmen wie Magensonden, Inzisionen etc. beteiligt.
2.1.2.3 Theoretischer Unterricht

Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie z.B.

  • AVK
  • Akutes Abdomen
  • Schilddrüse
  • Colonkarzinom
  • Varikosis
2.2 Unfallchirurgie
2.2.1 Beschreibung

Das operative Leistungsspektrum umfasst:

  • Die gesamte Akuttraumatologie der Extremitäten, des Beckens und der Wirbelsäule
  • Die Korrektur von posttraumatischen, angeborenen und erworbenen Fehlstellungen der Extremitäten des Erwachsenen
  • Die akuttraumatologische operative Versorgung von Kindern
  • Die elektive offene und geschlossene Gelenkchirurgie an Schulter, Knie und Sprunggelenk
  • Die Endoprothetik an Hüfte, Knie und Schulter
  • Die Fußchirurgie
  • Die akuttraumatologische Versorgung von einfachen Handverletzungen

Das nichtoperative Leistungsspektrum umfasst:

  • Die Vor- und Nachsorge bei oben genannten operativen Eingriffen
  • Die ambulante Behandlung im kompletten unfallchirurgischen und orthopädischen Fachgebiet
  • Die unfallchirurgisch-/ orthopädische Begutachtung für Berufsgenossenschaften, Versicherungen und Gerichte
  • Die ärztliche Führung der interdisziplinären Notaufnahme nach den Prinzipien von ATLS
2.2.2 Praktisches Jahr
2.2.2.1 Praktischer Unterricht
  • Korrekte Durchführung der notfallmäßigen symptomorientierten Untersuchung von Unfallverletzten
  • Das Erlernen der Grundfertigkeiten der elektiven unfallchirurgisch/ orthopädischen Untersuchung des gesamten Bewegungsapparates
  • Das Erlernen der selbständigen Durchführung von kleinen Wundversorgungen
  • Das Erlernen der korrekten Assistenz beim kleinen und größeren Eingriffen am Bewegungsapparat
  • Die Grundfertigkeiten der Interpretation von Röntgen, CT und MRT des Bewegungsapparates
  • Das Erlernen von Grundkenntnissen in der Patientendokumentation
  • Das Erlernen der Grundkenntnisse der Schockraumversorgung nach den Grundsätzen von ATLS
  • Das Erlernen von Grundkenntnissen in der konservativen und operativen Behandlung von Verletzungen nach AO-Standard
2.2.2.1 Theoretischer Unterricht

Die Ausbildungsziele sollen durch folgende Angebote an die Studenten vermittelt werden:

  • Teilnahme an der täglichen Visite
  • Einmal wöchentliche ganztägige Teilnahme an der elektiv-Sprechstunde
  • Einmal wöchentliche ganztägige Mitarbeit in der interdisziplinären Notaufnahme
  • Zweimal wöchentliche ganztägige Teilnahme am OP-Programm
  • Einmal Wöchentliche PJ-spezifische Fortbildung
  • Persönliche Betreuung von mindestens immer 2 stationären Patienten unter unmittelbarer Aufsicht eines Facharztes inklusive der Durchführung der täglichen Visiten und Verbandswechsel von der Aufnahme bis zur Entlassung
  • Wöchentliches Ausarbeiten eines Behandlungsplanes für jeweils vorgegebene Krankheitsbilder
  • Regelmäßige Prüfungssimulation
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst

3. Anästhesie und Intensivmedizin

3.1 Beschreibung

Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin führt jährlich ca. 11.000 Anästhesieverfahren durch. Zur Anwendung gelangen alle gängigen Allgemein- und Regionalanästhesieverfahren, sowie Kombinationsverfahren. Die Regionalanästhesie wird sonografisch unterstützt.
Die Interdisziplinäre Intensivstation steht unter organisatorischer Leitung der Anästhesieabteilung und verfügt 14 Betten, davon sechs Beatmungsbetten.
Es findet eine Rotation zwischen OP und der Intensivstation statt. Die Schwerpunkte können vom PJ-Studenten gesetzt werden. Selbstverständlich kann in den jeweils anderen Bereich gewechselt werden, wenn dort gerade interessante Fälle behandelt werden.

3.2 Praktisches Jahr
3.2.1 Praktische Tätigkeit

Dienstbeginn 07:30 Uhr bis 16:15 Uhr
Vorbereitung und Durchführung von Anästhesien unter Anleitung

  • Anlage von intravenösen Zugängen
  • Allgemeinanästhesieverfahren
  • Regionalanästhesieverfahren
  • Rüchenmarksnahe Anästhesieverfahren
  • Teilnahme am Notarztdienst der Klinik
  • Mitwirkung an der Prämedikationsvisite

Mitarbeit auf der Intensivstation

  • Zuordnung von eigenen Patienten
  • Anamneseerhebung
  • Ausarbeitung von Therapieplänen
  • Durchführung von Untersuchungen unter Anleitung
  • Mitarbeit bei der Durchführung von intensivmedizinsichen Behandlungen z.B.
    • Beatmungstherapie
    • Monitoringverfahren
    • Anlage von invasiven Zugängen
  • Einführung in die Arztbriefschreibung
3.2.2 Theoretischer Unterricht (Seminare und strukturiertes Bed-Side-Teaching)
  • Pharmakologie der in der Anästhesie gebräuchlichen Medikamente
  • Reanimationsrichtlinien ERC 2005 (mit praktischem Reaniimationstraining)
  • Anatomie der Regionalanästhesieverfahren
  • Der schwierige Atemweg
  • Ärztliche Aufklärung
  • Postoperative Komplikationen
  • Organisation und Schnittstellen einer interdisziplinären Intensivstation.
  • Monitoringverfahren ( Lunge, Herz-Kreislauf, Niere, Leber, Neuro, GI- Trakt )
    • invasiv und nichtinvasiv
    • Auswahl des Verfahrens nach Fragestellung
    • Interpretation der erhobenen Parameter am konkreten Fall
    • Fallstricke

Diagnostik: Fragestellung, Vorgehen und Auswertung, Anamnese, Vorbefunde, körperliche Untersuchung, Symptome

  • Röntgen
  • Ultraschall
  • Mikrobiologische Probensammlung und Befundwertung
  • Endoskopische Verfahren
  • Laborchemie
  • Point of care

Therapie: Von der Arbeitshypothese über Diagnostik zur Diagnose: Entwicklung von zielorientierten Therapiestrategien

  • Herzkreislaufsystem
  • Atmung, Beatmung, Entwöhnung
  • Blutkomponententherapie
  • Zugangswege (z.B. intravasale Devices ), Ableitungswege (z.B. Thoraxdrainage)
  • Diff. Antibiotikumeinsatz
  • Ernährung, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
  • Nierenersatzverfahren
  • Schmerztherapie, Analgosedierung
  • Säure- Basen- Haushalt
  • kontextsensitive perioperative Medizin

Exemplarische Krankheitsbilder und Syndrome

  • SIRS/ Sepsis/MOV/MODS
  • COPD infektexacerbiert und ventilatorisches Versagen
  • Critical illness Neuromyopathie
  • Celluläre und plasmatische Gerinnungsstörungen
  • Alkoholentzugsdelir
  • Nierenversagen
  • abdominelles Kompartmentsyndrom

Täglich zwei interdisziplinäre Visiten auf der Intensivstation, zweimal wöchentlich nach Spätvisite Erörterung von Physiologie, Pathophysiologie und Interdependenz der Organsysteme am konkreten Fall. Gemeinsame Auswertung der diagnostischen Befunde, Erarbeitung rationaler Konzepte, Therapie am Lebensende: Der Wille des Patienten, Begleitung von intrahospitalen Intensivtransporten, Begleitung des REA- Teams, Juristische Aspekte: Aufklärung, Transfusionsgesetz, Infektionsschutzgesetz; Hygiene,

4. Orthopädie

4.1 Beschreibung

Die Abteilung für Orthopädie und Traumatologie in der Klinik Oberstdorf gibt einen umfassenden Überblick über die ambulanten und stationären Diagnosen und Versorgungen des Fachgebietes.
Die Tätigkeit umfasst den Operationssaal, die ambulante und stationäre Diagnostik und Therapie, sowie die postoperative Nachbehandlung.
Bedingt durch die Lage der Klinik in den Allgäuer Alpen, am Rand von Deutschlands größten Skigebiet, werden in der Klinik Oberstdorf ein hoher Anteil von sport-traumatologischen Verletzungen behandelt

Leistungsspektrum der Abteilung

Durchgeführt werden Operationen bei:

  • Traumatologie der oberen und unteren Extremität
  • Handchirurgie
  • elektive orthopädische Chirurgie mit den Schwerpunkten im Bereich Hüft-, und Knie- sowie Schulter-Endoprothetik, sowie das gesamte Spektrum arthroskopischer Operationen, vorwiegend des Kniegelenkes
4.2. Praktisches Jahr
4.2.1 Ziel der Ausbildung:

Es ist das Ziel, den Studenten in breitem Spektrum an Diagnostik und Therapie, sowie Prävention und Rehabilitation von Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane heranzuführen.

4.2.2 Praktische Tätigkeit

Exemplarischer Tagesablauf eines PJ-Studenten:

  • Frühbesprechung
  • Fallbesprechungen des Vortages aus Ambulanz und Operationssaal, Diskussion exemplarischer Fälle
  • Visite Intensiv- und Normalstation
  • Stationsversorgungen
  • Teilnahme am OP-Programm / Teilnahme an der Sprechstunde
  • Aufnahme akut traumatologischer Patienten
  • Aufnahme elektiver Patienten
  • Nachmittagsvisite
  • Erstellung von Therapie- und Rehabilitationsplänen
  • Vorbereitung der Entlassung

Durch diese Tätigkeiten erlernt der PJ-Student das breite Spektrum der akuten und elektiven Versorgung in Orthopädie und muskuloskelettaler Traumatologie. Die Erhebung typischer Anamnesen, die körperliche Untersuchung, sowie die dazu gehörende Röntgen-Diagnostik, Ultraschall-Diagnostik und Bewertung von Fremdbefunden, wie CT und MRI werden trainiert.
Zur Arbeit auf der Station gehören Verbandswechsel und Blutentnahmen. Die Dokumentation ist in alle Schritte integriert. Grundlagen der Schmerztherapie bei muskuloskelettalen Erkrankungen werden vermittelt.
Aus dem Ablauf der Ausbildung ergibt sich die Diskussion von Therapieindikationen, insbesondere von Diagnose- und Therapieindikationen, insbesondere Operationsindikationen. Die gebräuchlichsten Medikamente mit Indikation, Wirkung und Nebenwirkung werden trainiert.

4.2.3 Theoretischer Unterricht

Grundlagen der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane werden in kleinen Vortragsrunden vermittelt.



 Last Update 01.09.2010   Copyright © by Kliniken Oberallgäu gGmbH. Realisation by ActWeb GmbH. [2004 - 2010]